Tigris & Euphrates
Veröffentlicht am
Auflage: 500
Zwei Jahre nach ihrem vielgelobten Debüt Tanzlinde kehren die italienischen Klangabenteurer Sherpa mit Tigris & Euphrates zurück und zeigen, wie weit ein Album von einem anderen sein kann, das vom selben Ort kommt. Wo Tanzlinde noch von kurzen, melodisch farbenfrohen Stücken lebte, ist Tigris & Euphrates ein konzeptuelles Werk: dunkel, ruhig, manchmal bedrohlich, und in seiner Thematik so ambitioniert wie sein Titel. Alle sechs Songs kreisen um die Evolution menschlicher Sprache durch die Epochen und darum, wie Kommunikation die Beziehungen zwischen Menschen verändert hat, zum Guten wie zum Schlechten.
Vier der sechs Stücke dehnen sich auf über sieben Minuten aus und nehmen sich die Zeit, die sie brauchen. Das Licht und der Schatten wechseln sich ab wie im Chiaroscuro der Renaissance: Cardones Bass allein hat die Kraft, einen zu betäuben, während sanfte Gitarrenlinien und leise Gesangsharmonien die Düsternis immer wieder aufhellen. Der Closer Descent Of Inanna To The Underworld verdichtet das alles zu einem letzten großen Bogen, ehe das Album in langen Restklängen ausklingt.
Tigris & Euphrates ist Sherpas bisher reifstes Werk. Ein Album, das mit dem ersten Hören seine Stärken noch kaum preisgibt, beim zweiten und dritten Mal dafür umso mehr.
Sherpa sind
Matteo Dossena – guitar, lyrics, composition
Franz Cardone – bass
Axel Di Lorenzo – guitar
Ivano Legnini – drums
Tracklist
Für Fans von: