Centre El Muusa
Veröffentlicht am
Auflage: 500
Estland hat eine lebendige psychedelische Untergrundszene, die außerhalb der baltischen Grenzen viel zu wenig Beachtung findet. Centre El Muusa aus Tallinn sind das beste Argument dafür, das zu ändern. Das Quartett rund um den ungemein produktiven Multiinstrumentalisten Misha Panfilov begann 2018 als avantgardistisches Elektronik-Duo von Panfilov und Wurlitzer-Meister Volodja Brodsky. Als Monika Erdman am Bass und Aleksei Semenihhin am Schlagzeug dazustießen, wurde daraus eine vollwertige Rockband.
Auf ihrem selbstbetitelten Debüt präsentieren Centre El Muusa sechs vollständig instrumentale Stücke, die quer durch verschiedene Spielfelder wandern. Der fast zehnminütige Opener Turkeyfish startet mit minimalistischem Psych-Beat, baut sich über Feedback getränkte Gitarren auf und endet in einem Prog-Freakout. Ain't Got Enough Mojo bringt mit seinem Motorik-Beat und spacig krautigem Gitarrensound Wooden Shjips-Vibes, Burning Lawa schleppt ein langsames, gequältes Riff durch industrialisierte Klangwelten und das abschließende Szolnok setzt einen ruhigen, gedankenvollen Schlusspunkt.
Ein Debüt, das in seiner stilistischen Offenheit und handwerklichen Sicherheit beeindruckt.
Centre El Muusa sind
Misha Panfilov – electric guitar, lap steel guitar, production
Volodja Brodsky – wurlitzer electric piano, synthesizer, organ
Monika Erdman – electric bass
Aleksei Semenihhin – drums, percussion
Tracklist
Für Fans von: